Oevelgönner Seekiste

 
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Willkommen in der „Oevelgönner Seekiste“!


Käppen Lührs: Herbert Lührs - Vater der “Oevelgönner Seekiste“ - ist 1909 in Övelgönne geboren, erlernte den Beruf des Bootsbauers und stieg in die Bootswerft/-vermietung seines Bruders Max mit ein. Käppen Lührs Liebe galt der Seefahrt. Wie seine Vorfahren sammelte er sein Leben lang maritime Raritäten und Schätze aus der Welt der Seefahrer. Treu nach dem Familienmotto: wer weiss, vielleicht kommen einmal die schlechten Zeiten, vielleicht können wir es noch gebrauchen...

Mit Schließung der Boots-Werft und -Vermietung verwirklichte Herbert Lührs eine andere Idee: ein Museum - die OEVELGÖNNER SEEKISTE - 1972 von Wirtschaftssenator Helmut Kern eröffnet.


Hier zeigte er sein Sammelsorium aus über 250 Jahre Familiengeschichte. Der ehemalige Bootsbauer konnte den Besuchern seiner Seekiste über jedes der unzähligen maritimen Exponate eine Geschichte erzählen. Inwieweit es sich dabei wohl um Seemannsgarn handelte?

1989 auf seinem Sterbebett nahm Käppen Lührs seinem Sohn Hannes das Versprechen ab, die Seekiste 10 Jahre zu verschließen, in der Hoffnung, dass sich in dieser Zeit ein Nachfolger finden würde. Möchten Sie wissen, was sich das Schicksal dazu hat einfallen lassen? Das erzählt uns Uschi Lührs, die neue Museumsherrin und liebevolle Schützerin der Zeugnisse maritimer Vergangenheit.

 

Uschi Lührs

















Wie ich an ein Museum kam …


1998/99 Silvester auf St. Pauli

lernte ich Hannes Lührs kennen.


Er stellte sich als Sohn vom Käppen vor, besitzt ein Museum und Störtebekers Bein. Nicht zu glauben - auf St. Pauli wo Matrosen zu Hause waren, Kapitäne ihre Runden drehten, und Seemannsgarn allzu bekannt ist. Ich vergaß schnell das Erzählte - feierte Silvester.


Ein halbes Jahr später:

Längst kursierte in meinen Freundeskreis das Gerücht

- Uschi, die hat einen neuen Freund, einen mit Holzbein. 

... die stille  Post …


Ich erfuhr, Hannes hat tatsächlich ein Museum und Störtebekers Bein. Ein Kleinod von Hamburg. Ein Relikt aus vergangenen Zeiten, Käppen Lührs schien es gerade verlassen zu haben.


Heute erzähle ich von der Vergangenheit und der Gegenwart: Seekisten öffnen sich, erstaunliche Dinge kommen hervor - vielleicht etwas Seemannsgarn.


Hannes hat sein Erbe bewahrt.

Käppen Lührs - er wünschte sich einen Nachfolger: Geschichten, Mitmenschen und vor allen Dingen Kinder sollte er lieben, sein Alter haben und ein Mann sein.

Nun denn, die ersten Wünsche sind nicht schwer, das mit dem Alter kommt von alleine - nur das mit dem Mann...




 

„Moin, Moin! Feut affpetten.“